Österreichs Dauersiedlungsraum ist begrenzt, mehr als die Hälfte der Landesfläche wird von Gebirge, Gewässern und Wäldern geprägt. In vielen Gebieten sind Naturgefahren ein lange bekanntes Phänomen. Durch den voranschreitenden Klimawandel und Flächeninanspruchnahme nehmen Schadereignisse zu.
Im interdisziplinären Projekt „Risikoangepasste Raum- und Siedlungsentwicklung in Österreich“ wird die Raum- und Siedlungsentwicklung vor dem Hintergrund einer Anpassung an die Naturgefahrenrisiken untersucht.
Wie Naturgefahrenaspekte stärker in Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließen können und wie die Risiko-Governance weiterentwickelt werden kann, haben wir gemeinsam mit der Technischen Universität Wien und dem Büro Falch erarbeitet.
Basierend auf einer Verschneidung von Geodaten zu Baulandreserven aus dem ÖROK-Monitoring und zu Gefahrenzonen der Wildbach- und Lawinenverbauung haben wir das Ausmaß von Flächen für die zukünftige Siedlungsentwicklung, die von Gefahrenzonen überlagert wird, analysiert.
Um zukünftige Herausforderungen und den Handlungsbedarf im Umgang mit Naturgefahrenrisiken abzuschätzen, haben wir Szenarien entworfen. Die Szenarien beinhalten auch mögliche Entwicklungspfade der institutionell-organisatorischen Rahmenbedingungen.
Das Projekt ist in einen interdisziplinären Dialog mit Expert:innen aus Forschung, Verwaltung und Planungspraxis eingebettet. Wir haben die Dialogformate konzipiert, moderiert und Ergebnisse für die weitere Arbeit aufbereitet.
Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: