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Landesmobilitätskonzept Salzburg 2025-2035

Im Auftrag der Salzburger Landesregierung haben wir das Salzburger Landesmobilitätskonzept aktualisiert. Mit dem neuen Konzept werden die Weichen für die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsplanung des Landes gestellt. Aus umfassenden Analysen, aktuellen Trends in der Mobilität und übergeordneten Rahmenbedingungen haben wir Schwerpunkte abgeleitet und ein Maßnahmenprogramm ausgearbeitet. Interessenvertreter:innen, Regionsvertreter:innen und weitere Stakeholder wurden im Rahmen von zwei großen Veranstaltungen eingebunden.

Das Landesmobilitätskonzept Salzburg setzt auf drei Leitziele: klimaneutral und umweltfreundlich, sichere Verkehrswege für alle und die Verkehrsinfrastruktur wohlstandsfördernd gestalten. Dazu braucht es ein Zusammenspiel vieler Maßnahmen: attraktive Alternativen zum Auto, vor allem im öffentlichen Verkehr und im Radverkehr, eine stärkere Nutzung der Schiene auch im Güterverkehr: 

  • Der Radverkehr ist flächendeckend als eine Alternative für kurze Wege auszubauen und braucht eine sichere, leistungsfähige und E-Bike-taugliche Infrastruktur.
  • Der Öffentliche Verkehr im Salzburger Zentralraum, in den urbanen Gebieten und an den Hauptachsen braucht ausreichende Kapazitäten, hohe Qualitäten und Komfort. Die Beibehaltung günstiger Tickets bleibt ein Hebel, um steigende Energie- und Lebenshaltungskosten abzufedern und den Umstieg auf den Umweltverbund zu stärken.
  • Die Erreichbarkeit im ländlichen Raum soll durch leistbare Mobilität mit dem (E-)Pkw, durch ÖV-Mindeststandards und durch flexible Bedarfsverkehre für Personen ohne Auto gesichert und verbessert werden. Die weitere Ausrollung von Mikro-ÖV-Angeboten ist wichtig für die Grundversorgung.
  • Tourismusmobilität bietet für Salzburg eine besondere Chance, nachhaltige Verkehrslösungen sichtbar zu machen. Die Guest Mobility Card, attraktive ÖV-Verbindungen zu touristischen Hotspots sowie gut ausgebaute Rad- und Wanderangebote schaffen Mehrwerte für Gäste und Einheimische gleichermaßen.
  • Maßnahmen bei der Straßenverkehrsinfrastruktur werden vom Neubau zum baulich-betrieblichen Erhalt im Sinne der Instandhaltung und Betriebssicherheit weiterzuentwickeln und auf die Aufrechterhaltung sowie Verbesserung des Verkehrsflusses zu fokussieren sein. Intelligente Verkehrssysteme sind wesentlich für die Weiterentwicklung eines integrierten Systems Straße/Fahrzeug.
  • Im Güterverkehr gewinnen nachhaltige und ressourcenschonende Geschäftsmodelle an Bedeutung. Dafür braucht es ausreichende Kapazitäten bei den Lager- und Transportsystemen, auf Basis moderner Qualitätsstandards.

Im Landesmobilitätskonzept gibt es über 80 Maßnahmen, im Fokus stehen unter anderem folgende :

  • Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn und Einführung eines 30-Minuten-Takts bis mindestens Mittersill
  • Selektiver zweigleisiger Ausbau der Salzburger Lokalbahn (Salzburg–Lamprechtshausen) zur Ermöglichung eines 15-Minuten-Takts
  • Ausbau von Busbeschleunigung und Busbevorrangung (infrastrukturelle und telematische Maßnahmen)
  • Landesweite Ausrollung des Mikro-ÖV (inkl. Evaluierung der Pilotregionen)
  • Ausbau von Park & Ride und Bike & Ride unter Sicherstellung der Kapazitäten für Pendelnde sowie nutzungskonforme Verwendung und Kontrollen
  • Fortführung und Aktualisierung des Salzburger Verkehrssicherheitsprogramms nach dem Leitmotiv „Vision Zero“
  • Fortführung der systematischen Maßnahmenplanung zum Erhalt der Landesstraßen, -brücken und -tunnel

Das Landesmobilitätskonzept Salzburg 2026-2035 liegt seit Juli 2026 vor.

Auftraggeber
Amt der Salzburger Landesregierung
Zeitraum
2024-2025
Projektteam
Birgit Grosse
Andrea Weninger
Helmut Hiess

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