Wiener Keil

In der Corona-Krise wird der Straßenraum zum wichtigen Erholungsort im Wohnumfeld. Die meisten Straßen in Wien sind diesen Bedürfnissen allerdings nicht gewachsen. Die Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten sind begrenzt, da ein Großteil der Fläche von parkenden Kfz eingenommen wird. Eine faire Aufteilung des Straßenraumes ist notwendig - das zeigen neuerdings auch zivilgesellschaftliche Initiativen zum öffentlichen Raum.

Das Projekt "Wiener Keil" knüpft an dieser Stelle an und zeigt, dass kleine, kostengünstige Maßnahmen im Straßenraum große Auswirkungen haben können. Der Wiener Keil besteht wahlweise aus dreieckigen Bodenmarkierungen (Sperrflächen) oder Möbelelementen. Diese werden (temporär) in die Parkspur integriert (z.B. im Zuge einer temp. Begegnungszone) und schaffen Platz für FußgängerInnen und EinkäuferInnen. Der Wiener Keil perforiert die Barriere parkender Autos an gezielten Stellen, dadurch wird die lineare Struktur der Straße aufgelöst. Die modulhaften Möbel und Markierungen ermöglichen Begrünung, Aufenthalts- und Sitzflächen. Zudem können sie von Geschäftstreibenden als Aneignungsbereiche (z.B. Sichtbarmachung oder zum Liefern) genutzt werden. Bei den Materialien wird auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt. Die Module können außerdem an unterschiedlichen Standorten in Wien wieder eingesetzt werden. Der Wiener Keil könnte von Unternehmen, Nachbarschaftsinitiativen oder Vereinen beantragt und mitfinanziert werden - ähnlich dem "Luchtsingel" in Rotterdam.

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Projektinfos

Auftraggeber: 
Eigenentwicklung
Zeitraum: 
2020
Projektteam: 
Andrea Weninger
Jonas Krombach
Projektpartner: 
Jürgen Furchtlehner