Verkehrskonzept Vorarlberg 2006

Ausgangslage

Die Vorarlberger Verkehrspolitik hat sich im letzten Jahrzehnt an der „Verkehrsplanung Vorarlberg 1992“ orientiert. Viele der in diesem Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen wurden bis heute umgesetzt. Deshalb, vor allem aber wegen neuer Rahmenbedingungen, war eine Aktualisierung der Verkehrspolitik notwendig. Rosinak & Partner wurden für diese Aktualisierung beauftragt.

Grundsätze

Das neue Verkehrskonzept konzentriert sich im Wesentlichen auf den eigenen Handlungsspielraum des Landes, enthält aber auch Forderungen an Dritte.
Aus den vorhandenen Rahmen­bedingungen und dem Handlungsspielraum des Landes leiten sich folgende Grundsätze ab:

Ziele

Gradmesser der Verkehrspolitik und letztlich auch der Umweltpolitik ist die Verkehrsmittelwahl im Personen- und Güterverkehr. Ein wichtiges Ziel der Vorarlberger Verkehrspolitik im Personenverkehr ist die Formel 3-2-1.

Der PKW-Lenkeranteil soll bis zum Jahr 2015 um 6 %-Punkte – das sind 14 % der PKW-Wege – sinken, und zwar zugunsten des Radverkehrs (+ 3 %-Punkte), des öffentlichen Verkehrs (+ 2 %-Punkte) und des Anteils der PKW-Mitfahrer (+ 1 %-Punkt). Damit können die CO2-Emissionen nach einem zwischenzeitlichen Anstieg knapp unter das derzeitige Niveau gebracht werden.

Im Güterverkehr soll der CO2-Ausstoß des Jahres 2003 im Jahr 2015 nicht überschritten werden. Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene reichen auf Grund der hohen Zuwachsraten allerdings nicht aus. Der LKW-Verkehr muss insgesamt effizienter (weniger Leerfahrten, weniger Werkverkehr) und umweltschonender werden.

Das Funktionskonzept Rheintal – Walgau

Das Funktionskonzept Rheintal – Walgau soll die Lebensqualität im Ballungsraum Rheintal – Walgau verbessern. Dieses Ziel soll durch

  • eine abgestimmte Verkehrspolitik der Städte und Gemeinden
  • die Bündelung des motorisierten Individualverkehrs auf Trassen, die von Siedlungsgebieten abgeschirmt sind
  • die Bevorrangung des öffentlichen Verkehrs
  • erheblich sicherere und attraktivere Anlagen für Radfahrer und Fußgänger

erreicht werden.

Das Verkehrskonzept Vorarlberg 2006 ist deutlich konkreter als das Konzept aus dem Jahr 1992. Die Umsetzung ist daher nicht "business as usual", sondern erfordert ganz besondere Anstrengungen. Mit dem konsensorientierten Planungsverfahren zur Schnellstraße S 18, welches als Bestandteil des Verkehrskonzeptes im Februar 2008 gestartet wurde, wurde ein erster großer Schritt getan.

Download der Kurzfassung Verkehrskonzept Vorarlberg

Details

Auftraggeber: Amt der Vorarlberger Landesregierung
Projektsteuerung und Moderation: Werner Rosinak
Projektmanagement und -bearbeitung: Andrea Weninger
Projektpartner: Besch+Partner Feldkirch
Bearbeitungszeitraum: Januar 2003 - Januar 2006