Rahmen gesucht!

Kaum ein Begriff wird in dieser Zeit der politischen Konkurrenz so intensiv diskutiert wie das FRAMING – dieser Kunstgriff ins Unbewusste, vermittelt durch eine harmlose Geschichte. Wenn das Wirtschaften US-amerikanischer Republikaner als eine sprichwörtliche Fahrt in den Graben erzählt wird (Barack Obama) oder „Flüchtlingswellen“ in die Nähe von Tsunamis (ÖVP, FPÖ) adressiert werden, dann reden alle vom FRAMING. Diese Welle macht auch vor der Planung nicht halt – auch wir erzählen immer öfter konzeptionelle Geschichten. Das ist so lange vertretbar, als der Konnex zu Fakten erhalten bleibt, als Geschichten (= Narrative) so evident sind, dass sie einem offenen Diskurs zugänglich sind. Denn: Planung sollte auf Klarheit gehen – und nicht manipulieren.

Übrigens: eine gute Rahmenhandlung gibt es in der Währinger Straße in Wien, gleich neben dem Universitätsinstitut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.